Freitag, 31. Januar 2014

Nachwort

So nun ist es soweit... Mein letzter Post. Ich bin mittlerweile seit 2 Tagen zurück in Deutschland und es ist einerseits so normal wieder zu Hause zu sein als wäre ich nie weg gewesen, aber andererseits auch so strange. Natürlich habe ich noch ein bisschen Jetlag. In der ersten Nacht bin ich um 4 Uhr wach geworden und konnte nicht mehr schlafen, denn in Peking wäre es ja schon 11 Uhr mittags. Aber das wird sich so langsam wieder einpendeln. Ansonsten wurden erstmal alle Sachen konsumiert die es in China so nicht gab, wie z.B. Käse oder Körnerbrötchen und u.a. freute ich mich über richtig saubere Wäsche :) Natürlich ist es auch schön nach und nach alle Leute wieder zu treffen. Danke für den tollen Empfang!!!

Zum Abschluss danke an die die sich meine teils ausschweifenden Erzählungen wirklich durchgelesen haben ;) Ich hoffe ich konnte euch so ein bisschen an meinen Erlebnissen teilhaben lassen!



Goodbye Beijing

Für mich ging es nach noch etwas Aufenthalt am Flughafen also weiter nach Beijing. Dort war ich froh als ich mein 24 Stunden Visum bekommen hatte und am Wohnheim ankam. Der Tag dort lässt sich schnell zusammenfassen: Ich schlief noch etwas, duschte, packte um (was erstaunlicher Weise ziemlich problemlos war, habe sogar 3 kg weniger im Koffer als ich darf) und machte noch ein paar Besorgungen. Wie bereits von den anderen vorgewarnt war in Peking und vor allem auf dem Campus aufgrund des Chinese New Year wirklich gar nichts los. Viele Restaurants und Geschäfte haben geschlossen, auf dem Campus hat nur noch ein Supermarkt geöffnet und keine Mensa oder sonstiges. Man verhungert und verdurstet also quasi ;) Ich machte noch ein paar Fotos von der Geisterstadt und ging mit Lukas der extra aus Sanlitun herfuhr ein wirklich letztes Mal chinesisch essen. Danach gönnten wir uns noch ein Bier in „unserem Wohnzimmer“ auf der Couch im Vorraum der Jungs. Nur das im Gegensatz zur üblichen Überfüllung nur noch wir da waren…

Als ich im Taxi saß und zum letzten Mal durch das beleuchtete Peking fuhr war ich schon etwas traurig. Es war eine schöne Zeit, die ich nie vergessen werde! Ich habe so viele neue Eindrücke erhalten und nette Menschen getroffen. Aber ich freue mich auch sehr auf Deutschland und alle wieder zu sehen! Vorhin im Flugzeug saß ich neben einer älteren Chinesin die wirklich kein Wort Englisch sprach. Als sie bemerkte, dass ich etwas Chinesisch kann haben wir uns etwas unterhalten. Und obwohl ich den Sprachkurs in Beijing ja nicht ganz so durchgezogen habe konnte ich zumindest fast alles verstehen was sie mir erzählte oder fragte. Antworten war dann die andere Sache ;) Nun sitze ich am Flughafen in Doha und das Boarding geht schon los; Ziel Frankfurt. Ich bin gespannt wie schnell ich mich in Deutschland wieder eingelebt habe, aber das geht bestimmt schneller als gedacht.


 

Bangkok

Den einen vollen Tag den wir in Bangkok hatten wollten wir voll nutzen und alle „wichtigen Sights“ mitnehmen die die Proteste zuließen. Am Vorabend hatten wir noch gescherzt „Na die werden schon nicht direkt vor unserem Hotel protestieren.“. Aber als wir aber am Frühstückstisch saßen (unser Hotel war an einer größeren Straße gelegen) kamen sie daher marschiert, mit Trillerpfeifen und  einem großen Wagen mit Musikbeschallung. Sah also alles eher harmlos aus. Ist uns den 1,5 Tagen auch noch öfter mal begegnet, auch wenn wir versuchten die bekannten Protestort Orte zu meiden. Das einzig nervige an der Situation waren für uns die gesperrten Straßen. Aber trotzdem haben wir viel von der Stadt gesehen. Angefangen von dem Gran Palace. Totale Reizüberflutung an unglaublich prunkvollen Gebäuden und Tempeln. Wirkt auf den Fotos gar nicht so, aber es blitze und blinkte überall und man wusste  gar nicht wo man hinschauen sollte. Wir sahen u.a. die sehr bekannten Tempel den Wat Phra Kaew und den What Pho (riesen liegender Buddha). Wir bekamen an diesem Tag u.a. noch in einem sonst nicht für Touristen geöffneten Tempel viele interessante Infos von einem sehr netten jungen Mann, der uns außerdem noch zeigte wie man richtig betet. Um zu den verschiedenen Sights zu gelangen fuhren wir Bus oder Tuck-Tuck (siehe unten) und sahen somit auch noch einiges von dem eher dreckigen und verstopften Bangkok. Den krönenden Abschluss bildete ein Besuch der Rooftop-Bar Vertigo im 89. Stock eines Luxushotels. Auf dem Fußweg dorthin sahen wir schließlich also auch noch den schicken Teil Bangkoks, mit modernen Hochhäusern, Botschaften und Luxushotels. Der Blick über die Stadt war den 12 Euro Cocktail auch auf jeden Fall wert, auch wenn wir uns ziemlich underdressed fühlten. Die Taxifahrt zurück zum Hotel war dann auch wieder ein Erlebnis, weil sich nach längerer Fahrt rausstellte, dass der Fahrer den Weg nicht kannte, bzw. unser Hotel ganz woanders vermutete. Wir sollten aussteigen und durch die gesperrte Straße/Proteste laufen. Zum Glück kam ein freundlicher Protestant des Weges der unsere Erklärung der Lage des Hotels auf der Karte verstand und dem Taxifahrer übersetzte. So kamen wir dann doch irgendwann an.

Vom nächsten Tag blieb nicht mehr so viel übrig, weil wir lieber überpünktlich zum Flughafen wollten. Also wollten wir „nur“ noch zu einem nahe gelegenen Einkaufszentrum und uns noch etwas Wellness gönnen. Aber auch da hatten wir wieder ein glückliches Händchen, denn das Einkaufszentrum war direkt an einem Protestcamp gelegen. Überall waren Zelte aufgestellt und eine große Bühne und Leinwände. Aber wieder alles eher friedlich. Auf dem Flughafen in Bangkok stand dann die Verabschiedung von Verena und mir bevor. Die etwas sehr chaotisch ablief, da es Probleme mit meinem ursprünglichen Flug nach Peking und dem Visum gab. Wir hasteten quer über den Flughafen, von einem Büro zum anderen und letztendlich musste ich sogar einen anderen Flug buchen. 






Chiang Mai

Abends endlich angekommen in Chiang Mai rafften Verena und ich uns doch nochmal auf aus dem Hostel zu gehen. Denn wir mussten ja um 12 wenigstens mit einem Drink auf meinen Geburtstag anstoßen. Das taten wir auch. Für weitere Aktivtäten waren wir aber zu platt. Am nächsten Tag stand dann ein umfangreiches Sightseeing-Programm an. Wir fuhren zum Doi-Suthep Naional Park und schauten uns dort u.a. einen der bekanntesten Tempel Thailands (Wat Phra That Doi Suthep) und ein kleines Dörfchen an. Ein bisschen haben wir uns darüber aufgeregt, dass man uns aufgrund unserer Kleidung (lange Leggins mit Rock bzw. Jeans-Shorts) nicht in den Winterpalast lassen wollte, denn wir beobachteten so manche Frauen die durchaus aufreizender angezogen waren und trotzdem reinkamen. Zwischen den Stationen bzw. wie allgemein in der Stadt oder auch schon auf Koh Samui fahren Pick-Up-Trucks als Taxen. Man springt halt einfach hinten auf. Auf dem Rückweg trafen wir in eben solchem Taxi zwei Briten, die 2 Tage zuvor in Bangkok waren und meinten, dass sie von den Protesten nicht viel mitbekommen hätten, bzw. alles ziemlich friedlich wäre. Da unser Rückflug ja eh von Bangkok aus ging, wir die Stadt schon gerne sehen wollten (und nicht wieder nur den Flughafen!) und Chiang Mai auch nicht mehr soo viel zu bieten hatte, entschlossen wir uns also nun doch 2 Nächte in Bangkok zu verbringen.

Vom Truck abgesprungen machten wir in Chiang Mai noch einen kurzen Abstecher zur Universität. Diese glich ähnlich wie in China einer eigenen kleinen Stadt. Anscheinend wurde grade Abschluss gefeiert, überall posierten Studenten in Roben für Erinnerungsbilder. Da hatten wir dann natürlich auch wieder unseren Auftritt als Fotoobjekt (siehe unten). An diesem Abend schlenderten wir außerdem noch über den Night-Bazar einen großen Markt, hübsch beleuchtet, wo es allerlei Souvenirs und sonstigen Krims-Krams zu kaufen gibt. Am nächsten Morgen starteten wir zeitig um uns so einige Tempel in der Altstadt anzuschauen. Davon gibt es sehr viele, aber wir hatten uns zuvor die „sehenswertesten“ rausgesucht. Wir hatten ja schon einige Tempel in China gesehen, aber diese waren noch prunkvoller, teilweise riesig, mit sehr viel Gold, Bling-Bling und natürlich Buddhas in allen möglichen Größen und Positionen. Vor dem Betreten muss man außerdem seine Schuhe ausziehen und zum Beten, oder in unserem Falle auch nur Anschauen und Fotos machen,  setzt man sich. Nach unserer Tempel-Tour besuchten wir dann noch das National Arts and Cultural Center, bevor es zurück zum Hotel Gepäck holen und dann ab zum Flughafen nach ging.




Freitag, 24. Januar 2014

Koh Samui

Auf Koh Samui trafen wir auf Paul und Tilman (Freunde von Verena) die uns schon ein Bungalow neben ihrem in einem Ressort direkt am Meer reserviert hatten. Das Ressort war ein absoluter Geheimtipp. Trotz traumhafter Lage nur 15 Euro die Nacht inklusive Frühstücksbuffet. Es war ein spezielles Angebot, da die Anlage noch komplett neu bzw. teilweise noch im Bau war und somit auch noch keine Bewertungen auf den Internetseiten wie tripadvisor oder booking.com hat. Nach den anstrengenden Reisetagen chillten wir also am Pool, quatschen rum und schauten uns abends die Stadt an. An einem Tag machten wir gemeinsam einen Ausflug zu Wasserfällen, Elefanten und einem mumifizierten Mönch. Außerdem nahmen Nico, Verena und ich an einer Touri-Tour teil. Mit dem Speedboot zu verschiedenen Inseln. Am besten hat mir das Schnorcheln gefallen, das Kajak fahren war aber auch ganz cool. Danach waren Verena und ich leider zwei Tage krank, sodass wir im Resort blieben, während Nico schon weiterzog zur Dschungel-Tour. Unsere Wege hätten sich aber so oder so getrennt, da er noch länger Zeit für Thailand hat. Verena und ich wollten eigentlich noch nach Phuket und danach erst weiter nach Chiang Mai, aber krankheitsbedingt fiel Phuket aus. So langsam hatten wir aber auch genug von Strand und Meer. Wieder halbwegs fit zogen wir also weiter (mit Bus, Fähre, Flugzeug) in den Norden Thailands nach Chiang Mai.





One Night in Bangkok und Hua Hin

Aufgrund der Proteste in Bangkok haben wir unsere Pläne kurzfristig geändert. Anstatt uns Bangkok anzuschauen blieben wir also die ganze Nacht am Flughafen und nahmen morgens den ersten Bus nach Hua Hin. Dort waren wir etwas schockiert wie touristisch es ist und wie viele Deutsche Urlauber, vor allem Rentner, es gibt. Wir schauten uns etwas um, legten uns an den leider zu überfüllten Strand und freuten uns über das thailändische Essen (Zitat Verena:“Endlich kein Liter Öl mehr im Essen.“). Außerdem chillten wir in Cafés um das WLAN für einige organisatorische Sachen oder z.B. fürs Blog hochladen zu nutzen und tranken leckere Fruchtshakes. Irgendwie war es strange wieder kurze Hose und Flip Flops zu tragen. Die letzten Verbliebenen aus dem kalten Peking sendeten uns derweil Bilder vom krassen Smog.

Für einen Toilettenbesuch schlichen wir uns ins Hilton Hotel und waren beeindruckt, auch davon, dass wir trotz unserer offensichtlichen Traveller-Outfits nicht direkt wieder rausgeschmissen wurden. Ein bisschen nervig war es schon die fetten Rucksäcke mit rumzuschleppen und sich auf Toiletten umzuziehen. Aber als wir abends am Bahnhof von Hua Hin saßen (unser Zug hatte natürlich Verspätung) freuten wir uns einfach nur auf Koh Samui, Strand, Sonne und unser Zimmer im Ressort. Die 8 stündigen Zugfahrt nach Surat Thani verging jedoch relativ schnell, da wir überraschender Weise Betten hatten. Dort angekommen mussten wir noch ein Stunde mit dem Bus zur Fähre fahren mit der wir letztendlich nach Koh Samui gelangten.

Freitag, 17. Januar 2014

Hongkong

Am ersten Abend bzw. in der ersten Nacht in Hongkong bummelten wir nur noch etwas durch die Straßen in Nähe unseres Hostels (in Kowloon gelegen) und aßen in einem Sichuan-Restaurant. Am nächsten Morgen fuhren wir zunächst zu Avenue of Seven Stars, genossen den Blick über die Skyline und machten ordentlich Bilder. Danach nahmen wir die Star Ferry rüber nach Hong Kong Island und fuhren etwas mit der Doppeldecker-Tram umher. Nach dem Essen wollte wir eigentlich mit dem Cable Car auf den Victoria Peak. Da dieses aber genau an dem Tag gewartet wurde, mussten wir den Bus nehmen. Daher dauerte es etwas bis wir endlich oben waren. Dort genossen wir den Ausblick über die Stadt und gingen einen Rundgang. Anschließend fuhren wir weiter zum Pferderennen. Für umgerechnet einen Euro konnten wir das Spektakel vor sensationeller Kulisse miterleben. Dort waren wie in ganz Hongkong überhaupt viele Westler die sich im Gegensatz zu uns in Schale geschmissen hatten. Es wurde wild gewettet und eine Tanzgruppe heißte in den Rennpausen ein. Nach dem dritten Rennen nahmen wir aber dann die  Fähre zurück um an der Seven Star Avenue auch noch mal Fotos im Dunkeln zu machen. Aber auch schon auf der Fähre hatte man einen tollen Blick über die beleuchtete Skyline. Wieder in Kowloon gingen wir noch über den Temple Nightmarket und aßen Döner vom Inder/Pakistani/Grieche/Italiener (soll heißen dort gab es alles).







Am nächsten Tag gaben wir unser Gepäck auf und fuhren mit dem Bus (da auch dort das Cable-Car gewartet wurde) zum riesigen Tian Tan Buddha und danach nach Tai O, einem kleinen Fischerdörfchen. Danach hatten wir den bis jetzt besten Flug von Hongkong nach Bangkok. Der Flieger war ziemlich leer, heißt wir konnten jeweils mehrere Sitze in Anspruch nehmen und bekamen dazu noch leckeres Essen und ausreichend Getränke unserer Wahl ;) 


Macau

Nach achtstündiger Zugfahrt mit dem Speedtrain trafen wir nun am Bahnhof von Guangzhuo auf Benny und Nico. Nach kurzem Snacken und endgültiger Verabschiedung von Benny fuhren wir auch schon weiter mit dem Zug nach Zhuhai um von dort nach Macau einzureisen. Als wir nachts am Hotel ankamen waren wir eigentlich ziemlich kaputt, wollten aber diese einzige Nacht die wir in dem Spielerparadise Macau nutzen. Daher fuhren wir zum Venetian und schauten uns den riesigen komplex auch von innen an. Wir waren etwas geflasht von den Eindrücken. Man kann es sich wie Vegas in kleiner vorstellen, total cool. Aber im Casino haben wir dann doch nur beim zocken zugeschaut. Wir waren aber auch leider so müde, dass ich zumindest fast im stehen eingeschlafen wäre.



Am nächsten Tag erkundeten wir zu Fuß die Stadt. Wir schauten uns u.a. die Ruinen von Sao Paolo an und aßen die örtliche Spezialität Portuguese eggtarts. Es war schon etwas seltsam, dass überall Schilder auf Portugiesisch waren und die Chinesen tatsächlich auch auf dieser Sprache kommunizierten. Denn Portugiesisch und Kantonesisch (was ja an sich nur ein chinesische Dialekt ist) sind offizielle Amtssprachen von Macau. Die Stadt an sich ist auch mit keiner chinesischen Stadt die ich bis jetzt gesehen habe vergleichbar: enge Gassen, aber auch imposante Wolkenkratzer; ganz viele Lichter und im Gegensatz zu China wo man überall rauchen darf (und selbst wenn man es eigentlich nicht darf wie z.B. bei uns im Wohnheim, machen es trotzdem alle) gilt fast überall Rauchverbot. Man muss sogar hohe Strafen zahlen wenn man dieses nicht beachtet.




Um einen schönen Blick über die Stadt zu haben gingen wir dann einfach mal ganz dreist ins Wynn Hotel und fuhren so hoch wie wir kamen. Dort gibt es natürlich auch ein Casino und alles ist total edel und schick. Von oben machten wir dann einige Bilder und fuhren anschließend noch zu einem offiziellen Aussichtspunkt. Der war aber nicht so gut wie der vorherige ;) Anschließend aßen wir noch ein preisgekröntes Nudelgericht, was aber nicht so gut schmeckte wie die anderen Gerichte, die zudem wesentlich günstiger waren. Nun war aber auch schon wieder der Tag um und wir reisten weiter. Mit der Fähre ging es nach Hongkong.

Die letzte Woche in Beijing

Ab Neujahr lag ich leider mit einer fetten Erkältung flach und da war ich nicht die einzige. Insgesamt waren alle etwas angeschlagen und man merkte, dass sich so langsam Endzeitstimmung breitmachte. Die Zeit rannte dann auch so schnell, dass schon die letzte Woche für mich angebrochen war. Das bedeutete einerseits Blockkurs und andererseits viele „letzte Male“.  Beispielsweise gingen wir zum letzten Mal Hotpot Essen. Es war aber mit Abstand das lustigste Mal! Zunächst bekamen wir alle eine rote Schürze als Kleiderschutz, also sahen wir aus wie bei einem Kochkurs. Dann wurden dir Nudeln live vor unseren Augen geformt und jongliert. Nach dem Essen spielte die Bedienung dann noch Pantomime mit uns und wir bekamen tolle Preise dafür. Spielzeug für unsere Kinder ;). Außerdem wurde quasi die gesamte Belegschaft zusammen gerufen, um uns ein chinesisches Lied vorzutragen. In Gegenleistung dafür performten wir dann „Alle-Meine-Entchen“. Zur Verabschiedung bekamen wir außerdem noch Stäbchen geschenkt und auch die Schürze wird mich beim Kochen in Deutschland in Zukunft an diesen lustigen Abend erinnern.



Am nächsten Morgen ging es dann schon weiter mit dem Dinieren, denn Wolfgang kam zurück aus München und brachte uns Weißwürste und Senf mit. Lukas besorgte dazu noch echte Brezn von der German Bakery und so saßen wir in Beijing in der Lounge unseres Dorms und genossen ein echtes Weißwurschtfrühstück. Ansonsten hatte ich Blockkurs und dafür auch noch eine Klausur. Die Jungs waren größtenteils nach Harbin zum Eisfestival aufgebrochen. Das hätte ich auch sehr gerne gesehen, aber minus 30 Grad im Vergleich zu plus 30 die es momentan in Thailand sind muss dann auch nicht sein. Auch wenn ich nicht dort war unten trotzdem mal 2 Fotos, denn es sieht echt toll aus!



Ansonsten entspannten Verena, Rosa und ich uns noch etwas bei einer Massage und im Nagelstudio und stellten fest, dass wir uns das bei den Preisen ruhig öfter hätten gönnen können. Zwei Chinesen aus einem Unikurs luden mich zudem zum Abschiedsessen beim Taiwanesen ein und ich trank einen letzten Kaffee mit meiner Tandempartnerin Cindy. Außerdem genossen wir nochmal ausgiebig das Nachtleben, sowohl in Wudaokou also auch in Sanlitun. Ein weiterer Punkt auf der Liste wurde z.B. durch den Besuch der Atmosphere Bar abgearbeitet. Diese befindet sich im 80. Stock mit tollem Blick über Peking. Aufgrund der dementsprechenden Preise tranken wir dort genüsslich nur einen Cocktail und zahlten dafür inklusive Servicegebühren ca. 12 Euro pro Person. Das ist so viel wie für das sehr, sehr gute Dinner an Silvester und zu unserem Abschied zusammen. 



Denn am aller letzten Abend für Philipp Verena und mich gingen wir eben wieder in dieses und verpassten natürlich auch nicht uns vom Pizza A zu verabschieden. Der Chef des Hauses bedankte sich persönlich für die Stammkundschaft und wünschte uns alles Gute. Die endgültige Verabschiedung von den noch wenigen Verbliebenen war auch nicht soo schlimm. Im Falle der Paderborner werde ich sie eh bald schon zu der Präsentation für unsere ASBE-Nachfolger wiedersehen. Und auch sonst wäre ja ein Wiedersehen mit den anderen in Deutschland im Gegensatz zu den Distanzen die wir in China zurückgelegt haben kein Problem. Bei Rosa viel mir der Abschied jedoch schon etwas schwerer, da ich man ja nicht mal eben nach Australien fliegen kann.

Grundsätzlich haben wir alle zusammen halt sehr viele Dinge erlebt und hatten eine unvergessliche Zeit an die wir uns immer erinnern werden. Da ist ein bisschen Wehmut denke ich normal. Es war aber auch nicht wirklich Zeit dazu, denn es musste noch das Wohnheimzimmer geräumt und der Reiserucksack gepackt werden… Denn morgens früh ging es schon los zum Bahnhof mit dem Ziel Guangzhuo. Für Verena war es der endgültige Abschied von Peking. Ich werde ja noch einen letzten Tag dort haben um mein Gepäck zu holen wenn ich von Bangkok wiederkomme. Das wird bestimmt etwas komisch, weil dann chinesisches Neujahr ist. Mir wurde berichtet, dass der Campus zu diesen Ferien einer Geisterstadt gleicht. Außerdem werden dann wirklich gar keinen deutschen mehr im Dorm sein und die meisten Internationals sind auf Reisen.