Montag, 28. Oktober 2013

Die letzten Tage...

Hotpot
An einem Abend führte uns (ein paar Deutsche und ein paar Internationals) mein Lieblingschinese Pingyong zum Hotpot-Essen in ein eher schickes Restaurant aus. Neben dem leckeren Essen gefiel mir besonders der Toilettenbesuch. Dort gab es nämlich extra jemanden der einem äußerst freundlich das Handtuchpapier reichte. Als er sah das Verena und ich unsere Haare checkten, zauberte er außerdem eine Sprühkur und einen Kamm hervor. Wir waren begeistert und hätten gerne etwas Geld für diesen Service bezahlt, aber im Gegensatz zu Deutschland ist das hier nicht erwünscht.

KTV & Kohlehügel
Am nächsten Tag lud uns Pingyong dann zum KTV (Karaoke) ein. Verena und ich fanden uns also bei eigentlich tollem Wetter in dem Keller eines Luxushotels, in einem von zahlreichen mietbaren Räumen, ausgestattet mit TVs, Mikros und großer Sitzgelegenheit wieder. Außer uns nur Chinesen von denen abgesehen von Pingyong nur zwei etwas Englisch sprachen.  Sowohl für das bloße Eintreten in den Raum, als auch für unsere kurze Selbstvorstellung auf Chinesisch wurde eifrig applaudiert. Über ein Tablet konnten die Lieder gewählt werden. An diesem Tag waren es hauptsächlich chinesische Schnulzen. Zu unserem Glück standen jedoch auch einige englische Lieder zur Auswahl. Nach dem Scheitern an den Höhen von Britney Spears' Toxic performten wir dann zusammen mit Pingyong recht zufriedenstellend Big Big World von Emilia. Danach hatten wir dann aber auch genug. Anstandshalber blieben wir noch etwas und machten uns dann auf den Weg zum Kohlehügel, um das schöne Wetter und die gute Luft für einen wundervollen Blick über die verbotene Stadt und Beijing zu nutzen.




Besuch aus Paderborn
Den Tag darauf bekamen wir Paderborner Besuch von unserem offiziellen Programmverantwortlichen. Zunächst stand aber noch ein Fotoshooting für die Broschüren der Uni auf dem Plan. Es sollte malwieder gezeigt werden wie international das BIT ist. Außer uns Paderbornern und Verena tauchte von den Deutschen MBAs aber niemand auf. Nach unserem Auftritt auf der Gala wohl irgendwie verständlich. Zunächst sollten wir mit ein paar Chinesen im Klassenraum sitzend so tun als würden wir etwas  diskutieren. Danach posierten wir etwas wiederwillig draußen, in die grelle Sonne schauend vor der Statue von jemandem der Atombomben entwickelt hat. Also alles in allem erwarten wir nicht besonders viel von den Bildern. Selbst beim Austauschen von Kontaktdaten wurde ich dann noch abgelichtet. Leider mussten wir dann aber auch weiter zur Vorlesung. In Deutschland wohl unvorstellbar, aber hier ist Sonntag unser mit Abstand schlimmster Unitag. Von 13.30 bis 17.30 Uhr Vorlesung und anschließend noch 1 bis 2 Stunden Research-Kolloquium. Nachdem eine Professorin aus Paderborn eben dort einen Vortrag gehalten hat, folgte wiedermal ein kleines Fotoshooting mit ihr und unserem Programmverantwortlichen. Anschließend gingen wir noch in ein Jaozi-Restaurant nahe der Uni. Gut gesättigt und kaputt fiel ich ins Bett.

789 Art District
Und malwieder bat unser Wohnheim eine kostenlose Tour an. Diese Mal zum 789 Art District, in dem sich seit 1995 eine Künstlergemeinschaft inmitten der Gebäude eines alten Fabrikgeländes im Bauhaus-Stil niedergelassen hat. Gemütlich schlenderten wir durch den District, betrachteten die Kunst draußen oder auch in diversen Galerien, tranken Kaffee und machten Fotos. In einer Galerie gab es beispielsweise einen komplett dunklen Raum in dem überall Chinesen rumlungerten und Musik machten, was schon etwas verrückt war. Insgesamt ein entspannter Nachmittag mit vielen Eindrücken. 















Donnerstag, 17. Oktober 2013

Einfach mal ein paar Schnappschüsse...

                                     
 Besichtigung der Elite-Uni Pekings
 und da kam schon etwas Neid auf 
Blick über unsere Uni vom Central Building
Ganz nach chinesischem Vorbild:
Er trägt ihre Handtasche ;-)
Süße Sünden in der Shopping-Pause 
Absolut coolster Lieblings-Chinese 
Der Kurs findet zum ersten Mal statt und sofort gibt
es Torte für die Geburtstagskinder des Monats :-)
Mittagessen mit Kleiderschutz
Anscheinend guter Witz
Meine Tandem-Partnerin und ich
Das berühmte Kunstwerk reist durch China...
...und ja ich hab es live gesehen ;-)
klare Ansage
Neulich gesichtet im Supermarkt

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Tandem-Lernen auf dem Fernsehturm

Leider hat es sich nun ziemlich abgekühlt. Trotzdem wird die Heizung in ganz China erst zum offiziellen Winteranfang am 15.11 eingeschaltet. Als uns nun aber ein blauer Himmel und Sonne entgegen lachte, fiel spontan die Entscheidung zum Fernsehturm zu fahren. Ich hatte eigentlich das erste Treffen mit meiner Tandem-Partnerin, aber die haben wir dann kurzer Hand einfach mitgenommen. Sie kommt zwar aus Peking, war aber auch noch nie dort. Außerdem erfuhr ich, dass sie seit einem Jahr ihre Wochenenden opfert um Deutsch zu lernen. Ihr Ziel ist ihren Master in Berlin zu machen. Auf jeden Fall ist ihr Deutsch schon besser als mein Chinesisch ;-). Auf dem Fernsehturm angekommen genossen wir den Blick über die Stadt, leider doch leicht vom Smog vernebelt. Wir machten ordentlich Fotos und versuchten den Rekord beim laut ins Horn blasen zu knacken. Zumindest der Tagesrekord war drin ;-) Morgen haben wir außerdem ein Treffen mit einigen chinesischen Germanistik-Studentinnen, die auch noch Tandem-Partner suchen. Vielleicht nehme ich also noch eine Partnerin, denn das ist irgendwie der deutlich angenehmere Weg Chinesisch zu lernen als die Sprachkurse ;-)




Bekannte Gesichter in Beijing :-)

Endlich war es mal wieder so weit; bekannte Gesichter wiedersehen:-). Unsere ASBE-Kollegen aus Paderborn machten sich aus dem warmen Shanghai auf nach Beijing. Drei Tage lang schauten sie sich an was die Stadt Sightseeing mäßig so zu bieten hat. Am letzten Abend gingen wir dann gemütlich Peking-Ente essen und tranken anschließend noch einen Cocktail in einer Bar bei den Houhai-Seen. Dort ist abends alles schön bunt beleuchtet und man kann draußen sitzen. Eine sehr angenehme Atmosphäre um den Abend ausklingen zu lassen. Ein baldiges Wiedersehen in Shanghai ist natürlich schon in Planung. 

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg zum Flughafen, denn eine Freundin und Arbeitskollegin aus Paderborn hatte etwas Aufenthalt in Beijing. Leider hatten wir nicht so viel Zeit. Wir fuhren mit dem Flughafentrain und dann der Metro nach Sanlitun, spazierten etwas umher, tranken einen Kaffee, machten ein paar Bilder und dann mussten wir auch leider schon wieder los zum Flughafen bzw. zur Uni. Trotzdem war es sehr schön sie gesehen zu habe! Wie auch schon bei Marcel irgendwie ein stranges Gefühl sich hier zu treffen. Ich freue mich aber schon sehr auf weiteren Besuch :-)

Botschaftsevent & Sanlitun


Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit bietet die deutsche Botschaft jedes Jahr eine nette Veranstaltung an. Wir mussten lediglich unseren deutschen Pass vorzeigen und konnten einen kostenlosen Abend mit Live band, Getränken und einem großen Buffet genießen. Selbiges nutzen wir besonders intensiv, denn auch wenn das chinesische Essen wirklich sehr lecker ist, schmecken die heimischen Gerichte nach mittlerweile sechs Wochen Abstinenz doppelt gut. Mir hatte es natürlich besonders das Kuchenbuffet angetan ;-). Darüber hinaus war es irgendwie erfrischend malwieder so viele westliche Gesichter auf einem Haufen zu sehen. Allerdings mussten wir uns häufiger daran erinnern, dass wir aufpassen müssen was wir sagen, weil wir ja verstanden werden ;-). Anschließend zogen wir noch weiter, denn die deutsche Botschaft befindet sich in Sanlitun, eben dem bereits erwähnten westlichen Ausgehviertel, das uns bis jetzt immer zu weit weg war. Zunächst ging es in eine Roof top Bar mit Blick über die Skyline, danach in eine Kneipe im Supermarktstil, also ohne Bedienung, und letztendlich landeten wir in einer chinesischen Nobeldisco. Der Eintritt war zwar kostenlos, jedoch gab es quasi keine Tanzfläche, sondern nur Tische zum Preis von 2000 Yuan. Kommunikativ wie immer gesellten wir uns zu einer Gruppe Chinesen, die mit uns fröhlich Eistee exte (meiner Meinung nach war da kein Alkohol drin). Auch wenn der Club immer leerer wurde nutzen wir einfach ein Podest um doch noch ein wenig zu tanzen. Bis dann nur noch der klägliche Rest von uns mit einer Gruppe Venezuelanern (also Spanisch-Übungsstunde inklusive) übrig blieb und  wir letztendlich rausgeschmissen wurden. Auf der Taxifahrt nach Hause stellte Nora dann fest, dass die Hochhäuser Pekings im Sonnenaufgang einfach wunderschön aussehen :-) Ein Fotograf der wohl in diesem Licht den Haupteingang der Uni ablichten wollte schoss ein letztes Foto...