Hotpot
An einem Abend führte uns (ein
paar Deutsche und ein paar Internationals) mein Lieblingschinese Pingyong zum
Hotpot-Essen in ein eher schickes Restaurant aus. Neben dem leckeren Essen
gefiel mir besonders der Toilettenbesuch. Dort gab es nämlich extra jemanden
der einem äußerst freundlich das Handtuchpapier reichte. Als er sah das Verena
und ich unsere Haare checkten, zauberte er außerdem eine Sprühkur und einen
Kamm hervor. Wir waren begeistert und hätten gerne etwas Geld für diesen
Service bezahlt, aber im Gegensatz zu Deutschland ist das hier nicht erwünscht.
KTV & Kohlehügel
Am nächsten Tag lud uns
Pingyong dann zum KTV (Karaoke) ein. Verena und ich fanden uns also bei
eigentlich tollem Wetter in dem Keller eines Luxushotels, in einem von
zahlreichen mietbaren Räumen, ausgestattet mit TVs, Mikros und großer
Sitzgelegenheit wieder. Außer uns nur Chinesen von denen abgesehen von Pingyong
nur zwei etwas Englisch sprachen. Sowohl für das bloße Eintreten in den
Raum, als auch für unsere kurze Selbstvorstellung auf Chinesisch wurde eifrig
applaudiert. Über ein Tablet konnten die Lieder gewählt werden. An diesem Tag
waren es hauptsächlich chinesische Schnulzen. Zu unserem Glück standen jedoch
auch einige englische Lieder zur Auswahl. Nach dem Scheitern an den Höhen von
Britney Spears' Toxic performten wir dann zusammen mit Pingyong recht
zufriedenstellend Big Big World von Emilia. Danach hatten wir dann aber auch
genug. Anstandshalber blieben wir noch etwas und machten uns dann auf den Weg
zum Kohlehügel, um das schöne Wetter und die gute Luft für einen wundervollen
Blick über die verbotene Stadt und Beijing zu nutzen.
Besuch aus Paderborn
789 Art District
Und malwieder bat unser
Wohnheim eine kostenlose Tour an. Diese Mal zum 789 Art District, in dem sich
seit 1995 eine Künstlergemeinschaft inmitten der Gebäude eines alten
Fabrikgeländes im Bauhaus-Stil niedergelassen hat. Gemütlich schlenderten wir
durch den District, betrachteten die Kunst draußen oder auch in diversen
Galerien, tranken Kaffee und machten Fotos. In einer Galerie gab es beispielsweise
einen komplett dunklen Raum in dem überall Chinesen rumlungerten und Musik machten,
was schon etwas verrückt war. Insgesamt ein entspannter Nachmittag mit vielen
Eindrücken.
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