Freitag, 4. Oktober 2013

Chinesisches Essen und Hutongs



Für das täglich schnelle Mittagessen gehen wir meistens in eine der großen Dinning Halls. Dort kann man sich auf Tabletts sein Menü quasi selbst zusammenstellen (Reis, Nudeln, allerlei Gemüse und Fleisch, Baozi, Jaozi usw.). Jenachdem was und wie viel man ordert kostet eine Mahlzeit ungefähr zwischen 50 Cent und einem Euro. Kommt man zu Rush-Hour ist es schwer einen Platz zu finden, kommt man später ist das Essen aber häufig schon kalt. Natürlich halten wir aber auch dem Nudelmann auf dem Campus die Treue. Abends testen wir mal Restaurants auf oder außerhalb der Uni oder auch Straßenstände. Da haben sich auch schon einige „Stammstände“ ausgemacht, aber wir sind auch offen für Neues. Neulich testeten wir einen Stand auf dem Campus, bei dem es alles Mögliche auf Spießen mit scharfem Gewürz (hen la de) zu kaufen gibt. Glücklicherweise war einer unserer neu gewonnen chinesischen Freunde dabei, das erleichterte das Ordern. Unter anderem probierten wir Schafshoden und Hühnerherzen. Jedoch war die letzte Runde Spieße so scharf, dass selbst den größten scharf-Essern und auch dem Chinesen die Tränen kamen. An einem anderen Tag gingen wir mit einer ganzen Klasse Maschinenbauer-Chinesen (der Kurs von einem der Deutschen, der aber natürlich alle seine Freunde mitbringen sollte ;-)) essen. Es wurde wieder mal sehr viel Verschiedenes bestellt. Hinterher erfuhr ich, dass ich auch Frosch gegessen habe. Insgesamt war das Essen mal wieder sehr lecker und die Chinesen verblüfft von der Trinkfestigkeit der Deutschen.


Vorgestern lud uns einer der Chinesen ein, uns etwas Peking und die Hutongs (enge Gassen, traditionelle Wohnbebauung) zu zeigen. Aufgrund der Feiertage war es sehr überfüllt. An einem der zahlreichen Stände probierte ich nun endlich Toudoufo, was mir immer als besonders übel und stinkend angepriesen wurde. Stinkt auch wirklich übel, schmeckt jedoch gar nicht so schlecht. Abends gingen wir dann alle zusammen Hot-Pot essen. Dabei wirft man quasi Fleisch und Gemüse in kochende scharfe Brühe. Es war mal wieder total lecker, auch die Früchte und süßen Sachen die zusätzlich gereicht wurden. Insgesamt gibt es hier kulinarisch also einiges zu entdecken! Ich gebe aber auch gerne zu, dass ich einen hohen Preis (und einen langen Weg) auf mich nehme, um zwischendurch auch mal eine Körnerbrot mit Nutella essen zu können. ;-) Außerdem haben wir einen Bäcker auf dem Campus entdeckt, wo es zwar kein richtiges Brot, aber immerhin Allerlei an Kuchen und Gebäck gibt. Und wenn wir unterwegs sind und ich einen schwachen Moment habe, gönne ich mir auch mal eine Latte oder nen Frappé bei Starbucks oder McCafé für günstige 4 Euro. Aber zum Glück gehöre ich ja nicht zu den Menschen, die morgens ohne Kaffee nicht klar kommen ;-)

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