Mittwoch, 18. September 2013

Pingyao

Nach Pingyao fuhren wir mit dem Zug in einem Softsleeperabteil. Mit dem wenigen Schlaf und ihrem geschwollenem Auge stand Frauke angesichts des unappetitlichen Zustands des Zuges und des schnarchenden Chinesen in unserem Abteil quasi am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Heute kann sie zum Glück wieder darüber lachen ;-). Außerdem dröhnte auf einmal permanent chinesische Musik, Werbung etc. aus einem Lautsprecher, dessen Lautstärkenregler wir erst nach 2 Stunden aufgrund der Verständigung (mit Händen und Füßen) mit einer netten Schaffnerin fanden. Aber dann nutzen wir die „Ruhe“ um etwas zu nappen und trauten uns sogar auf die „Toilette“ (man pinkelt quasi direkt auf die Schiene). Während der Fahrt viel uns auf, dass es draußen teilweise ähnlich wie in Deutschland aussah, was wohl an den vielen Maisfeldern lag. Nach 8 Stunden hatten wir dann endlich unser Ziel erreicht und auch hier schafften wir es dann irgendwie in unser 4-Sterne Hotel (nicht mit dem Standard in Dt. zu vergleichen!) in der Altstadt zu gelangen. 

Insgesamt ist Pingyao sehr schön, kleine Gassen, aber sehr auf Tourismus ausgelegt und dementsprechend für chinesische Verhältnisse teuer. Es ist einer der seltenen Orte in China, die eine geschlossene mittelalterliche Altstadt bewahrt haben und diese bewusst pflegen. Entlang der Gassen gibt es sehr viele Stände und Läden, aber auch Tempel, Museen, alte Bankhäuser etc. die man sich anschauen kann. Zudem ist die Altstadt von einer noch vollständigen Stadtmauer mit zahlreichen Türmen umgeben, auf der wir entlang liefen. Wir haben außerdem die Altstadt verlassen und uns einen Markt angeschaut, auf dem dann auch wieder „normale“ Preise galten. Außerdem gönnte ich mir eine 45 minütige Ganzkörpermassage für umgerechnet knapp 4 Euro.

Als wir im Hotel schon ausgecheckt hatten machte ich dann Bekanntschaft mit einer chinesischen Toilette wo es immerhin noch Abtrennungen, aber keine Türen gibt. Trotzdem noch ganz entspannt wollten wir dann weiter nach Xi‘an. Dazu hatten wir Bustickets im Hotel bestellt und auch schon bezahlt. Jedoch bekamen wir diese nicht wie gedacht, sondern wurden von einem „Taxi“ an einer Bushaltestelle irgendwo im nirgendwo an einer Mautstation ausgesetzt. Ohne Tickets, ohne Plan welchen Bus wir nehmen müssen… Irgendwann kam zum Glück ein Bus und sammelte uns hektisch ein. Wir fuhren dann 6 Stunden (dieses Mal nicht im Kühlhaus sondern in der Sauna) weiter zu unserer letzten Station der Reise: Xi´an…






Mit den Figuren auf der Stadtmauer mussten wir dann einfach mal etwas Quatsch machen... ;-)




Chinesisches Brautpaar bei dem aufwendigen Fotoshooting für das
traditionelle Hochzeitsalbum (ganztägig mit mehrmaligen Outfitwechsel)


              Innenhof unseres Hotels      christliche Kirche in Pingyao              
                           
lost irgendwo im nirgendwo an einer Bushaltestelle...

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